Ionstorm Studios - Marco Nassenstein Medienproduktion
Persoenliches Fazit und Schlusswort
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Es wurde weiter oben schon erwähnt, dass das in dieser Arbeit behandelte Musikstück The Quest for Gold aus der Metal Oper Enuma Elish objektiv betrachtet nicht auf demselben Qualitäts- und Soundniveau gesehen werden kann, wie moderne kommerzielle Aufnahmen, die von Profimusikern gespielt und von Profi-Toningenieuren gemischt wurden. Stattdessen sind feine, aber nichtsdestotrotz vorhandene Unterschiede im Sound zu erkennen, die möglicherweise erst bei einer speziellen Konfiguration der Abhöranlage auffallen; dies kann eine Mono Wiedergabe sein, ein Autoradio oder die Wiedergabe in einem Raum, in dem es einen unvorteilhaften Abstand zwischen den Stereolautsprechern gibt. Ein Laie mit mäßigem Anspruch an die Soundqualität, sowohl die der Musik als auch die seiner Wiedergabegerätschaften, wird diesen Unterschied entweder nicht wahrnehmen oder sich davon nicht weiter gestört fühlen. Tatsächlich kann wohl angenommen werden, dass ein Großteil der Musik heutzutage im Auto, mit dem MP3-Player oder mit einem Computer wiedergegeben wird, der an kleine Stereolautsprecher aus dem Billigangebot eines Baumarktes angeschlossen ist. In einem solchen Rahmen ist die Qualität des Beispielsongs hervorragend, vor allem in Hinblick auf das technisch einwandfreie Spiel, das die MIDI Technik einigen Instrumenten eröffnet hat.

Auf einen audiophilen Menschen jedoch wird die im Rahmen dieser Arbeit erreichte Qualitätsstufe unzureichend wirken, besonders, wenn er ansonsten nur Musik aus sehr teuren Produktionen gewohnt ist, die er in verlustfreien Formaten auf seiner sehr teuren Anlage in einem akustischen vorteilhaft gestalteten Raum hört. Die Frage mag allerdings augenzwinkernd erlaubt sein, wieviele audiophile Menschen Fans von Heavy Metal sind, der seinerseits zwar spielerisch durchaus virtuos sein kann, aber eher ein Sinnbild für rauhe Töne ist. Und rauhe Töne klingen nunmal selten butterweich.

Davon abgesehen stellt der Beispielsong aber für den Autoren dieser Arbeit einen Meilenstein dar, denn es handelt sich in Sachen Audioqualität um das mit einigem Abstand beste Werk, das er je produziert hat – und dieser Aussage liegen 10 Jahre letztlich unbefriedigender Audioaufnahmen zugrunde.

Eine wichtige Regel hat sich im Verlauf dieser Produktion aber als wahr erwiesen: wenn die Tonquelle schlecht klingt, dann wird das Endergebnis nicht viel besser klingen. In diesem Sinne bin ich überaus stolz und glücklich, soviele wunderbare Musiker für diese Arbeit gewonnen zu haben. Hervorzuheben sind hier vor allem der Schlagzeuger Jan Häger, der die Schlagzeugspur filigran und immer rechtzeitig perfektioniert hat, der Sänger Georg Laudenberg, der den Song schnell und unkompliziert durch seinen klaren Gesang veredelt hat, sowie Calvin Turko, den ich im Rahmen dieser Arbeit kennenlernen durfte und dessen Gesang mich stets auf's Neue beeindruckt. Die Hilfe solcher Leute in Anspruch nehmen zu dürfen, ist für mich als Komponisten eine große Ehre, denn sie haben es geschafft, meine Vorstellung des Songs in die Realität umzusetzen.

Aber auch dem Bassisten Daniel Gambal und dem Schlagzeuger Daniel Büttner bin ich zu Dank verpflichtet, denn sie haben mit mir zusammen das Arrangement des Songs erarbeitet.

Ohne diese Menschen wäre die Fertigung des Songs nicht möglich gewesen. Genauso wäre es aber unmöglich gewesen, ohne die Fortschritte der digitalen Technik, insbesondere auf dem Gebiet der Audioproduktion, ein Endergebnis zu erzielen, das dem Erreichten gleichkommt, ohne, vom Mastering abgesehen, auf die Hilfe von Profis angewiesen zu sein. Das ist der Verdienst der Digitaltechnik.


Die Formalisierung der Produktionsprozesse, die in dieser Arbeit vorgenommen wurde, bestätigt die neue konzeptionelle Flexibilität, die dem Musikschaffenden im 21. Jahrhundert an die Hand gegeben wurde. Diese neuen Freiheiten eröffnen dem kreativen Kopf die Möglichkeiten, die er braucht, um sich frei entfalten zu können.

Die Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann
und worüber es unmöglich ist zu schweigen.

Victor Hugo (1802 - 1885)



Der Song „Enuma Elish – Kapitel 02 – The Quest for Gold“ steht zum kostenlosen Download in allen üblichen Audioformaten auf http://www.enuma-elish.de/ zur Verfügung.


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© Marco Nassenstein (letztes Update: 2008-11-03 14:25:14)

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