Ionstorm Studios - Marco Nassenstein Medienproduktion
Niederqualitative Veroeffentlichung
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Die grundlegende Intention dieser Arbeit war es zu zeigen, daß die prinzipbedingten Mängel der hier beschriebenen Videoproduktion im Rahmen einer Veröffentlichung in einem niederqualitativen Kontext an Relevanz verlieren und lediglich die beschriebenen konzeptuellen Kriterien maßgebend für eine Bewertung der Qualität sind.

Die folgende Abbildung zeigt einen Vergleich zwischen dem Originalvideo, wie es in höchster Qualität und Auflösung vorliegt und dem Video, das auf der Videoplattform YouTube veröffentlicht wurde.

www.ionstorm.de/images/musikvideo_tonight/size.jpg


Das Originalvideo besitzt eine PAL Fernsehauflösung von 768 x 576 Bildpunkten, das YouTube Video lediglich 320 x 240 Bildpunkte. Man beachte zusätzlich auch die zu starke Farbsättigung im YouTube Video. Warum diese auftritt, ist fraglich, denn es gibt dafür keinen denkbaren technischen Grund. Hinzu kommt, daß das schon sehr kleine YouTube Video stark komprimiert wird, um eine zügige Wiedergabe bei möglichst vielen Endanwendern zu gewährleisten. Dadurch, daß diese Videos aber trotzdem in doppelter Größe angezeigt werden, kann man stets sehr viele Kompressionsartefakte erkennen, wie folgende Abbildung zeigt.

www.ionstorm.de/images/musikvideo_tonight/kompression.jpg


Ähnliches im Bereich des Audio: das Originalvideo benutzte eine Stereo 192 kbit/s MP3 Datei, mit 44,1 kHz und 16 Bit Auflösung. Das YouTube Video benutzt ebenfalls das MP3 Format, allerdings in Mono mit lediglich 22,05 kHz und 65 kbit/s, was einen deutlich schlechteren Sound ergibt, vor allem bei voluminösem Gesamtsound, wie er im Falle von Tonight erreicht wird.

Durch diese technische Deckelung kann man das Video Tonight mit anderen, aber professionell produzierten Videos aus ähnlichen Genres vergleichen und eine subjektive Wertung in Bezug auf die Qualität formulieren. Videos zum persönlichen Vergleich wären zum Beispiel:

Edguy – Lavatory Love Machine
Nightwish – Bye Bye Beautiful
Blind Guardian – Another Stranger Me

Letztendlich muß man aber eingestehen, daß lediglich rein subjektive Gewichtungsmaßstäbe über das Gefallen eines Musikvideos beim Rezipienten entscheiden, sofern die in dieser Arbeit genannten Qualitätskriterien beachtet werden. Die Deckelung der Wiedergabequalität durch die derzeitigen Kapazitäten der einschlägigen Videoplattformen bietet jedoch eine interessante Möglichkeit, ohne große Budgets und professionelles Equipment konkurrenzfähige Videos zu erstellen, wie diese Arbeit und das Videoendergebnis gezeigt haben.


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© Marco Nassenstein (letztes Update: 2008-02-26 00:13:20)

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