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MIDI
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MIDI steht für Musical Instrument Digital Interface, also für "digitale Schnittstelle für Musikinstrumente". Es bieten sich einige Einschränkungen bzw. Möglichkeiten bei der Musikaufzeichnung, die in der Natur von MIDI liegen:

Die Onlineenzyklopädie Wikipedia beschreibt das MIDI Format folgendermaßen: Das MIDI-Protokoll stellt keine Klänge dar, sondern besteht aus Befehlen zur Ansteuerung von digitalen Instrumenten oder einer Soundkarte. Dazu werden Befehle übermittelt, wie beispielsweise "Note-on" und "Velocity" ("Spiele einen bestimmten Ton mit einer bestimmten Anschlagsstärke") und "Note-off" ("Schalte Ton wieder aus"). Diese Anweisungen werden meist an einen Klangerzeuger (z.B. Synthesizer oder Soundkarte) geschickt, wodurch dann die entsprechenden Klänge erzeugt werden. Auch kann man auf einer Tastatur, die MIDI-Befehle sendet, spielen und die Tastaturbewegungen als MIDI-Befehle aufzeichnen.

Man kann also sagen, daß in einer MIDI-Datei lediglich gespeichert wird, welche Note wann und wie fest angespielt wurde und gegebenenfalls von welchem Instrument. Dadurch sind MIDI-Dateien natürlich erheblich kleiner als WAV-Dateien mit einem unkomprimierten PCM-Datenstrom. Als Beispiel zur Veranschaulichung: eine achtminütige Klavierspur benötigt gerade mal 10,1 KB auf der Festplatte.

Um MIDI-Dateien erzeugen zu können, benötigt man entweder einen MIDI-Controller (ein Tasteninstrument, das aussieht wie ein Keyboard, aber nur einen MIDI-Ausgangskanal und keine Lautsprecher besitzt), ein Keyboard mit einem MIDI-Out Anschluß oder man kann alternativ auch die einzelnen Noten mit der Maus von Hand in eine Notation setzen. Natürlich ist letztere Methode mit sehr viel Aufwand verbunden. MIDI-Controller bzw. Keyboard werden normalerweise über ein Kabel mit fünfpoligen DIN-Steckern mit dem MIDI-In Port an der Soundkarte verbunden. Moderne MIDI-Controller bieten aber alternativ auch einen USB-Anschluß, der, im Gegensatz zu einem DIN-MIDI-In Port, an fast allen modernen Rechnern zu finden ist und den Controller sogar mit Strom versorgen kann, womit ein zusätzliches Netzteil unnötig wird.

MIDI ist den meisten Computeranwendern als nervige Piepsmusik aus den 80er Jahren bekannt. Aber unter Anwendung von VST Technologie klingen MIDI-Dateien sehr realitätsnah.
© +Marco Nassenstein (letztes Update: 2008-02-14 17:23:32)

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