Ionstorm Studios - Marco Nassenstein Medienproduktion
Zendrum
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Neben klassischen Edrums, die einem Naturschlagzeug nachempfunden sind, gibt es heutzutage bereits auch einige Instrumente, die zwar grundsätzlich auf der Edrumtechnologie basieren, aber in Form, Gestalt und Aufbau nicht mehr viel mit einem Naturschlagzeug zu tun haben.

Ein solches Instrument, das ich an dieser Stelle gerne vorstellen möchte ist das „Zendrum“ (http://www.zendrum.com). Ein Zendrum ist ein Instrument, das man im Gegensatz zum Schlagzeug mit den Fingern spielt. Dazu sind auf dem Holzkorpus des Zendrums kleine Kunststoff Spielflächen vorhanden, in denen sich ähnlich wie in Edrumpads Piezotrigger befinden. Diese sensiblen und anschlagsdynamischen Pads sind an den integrierten Trigger to MIDI Converter angeschlossen und frei belegbar.

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Ein Zendrum hängt man sich um wie eine Gitarre und spielt es mit beiden Händen. Die Pads sind von unterschiedlicher Größe, so dass sie mit zwei oder drei Fingern bespielt werden können. Um Klänge aus einem Zendrum herauszubekommen, muss man dieses an einen Klangerzeuger anschließen. Das kann ein klassisches Edrum Steuerteil sein oder aber der PC (siehe Kapitel Klangerzeuger).

Das Zendrum als Meilenstein

Das Zendrum stellt meines Erachtens nach einen Meilenstein in eine Richtung dar, in die sich nach meinem Dafürhalten Edrums oder zumindest eine Splittergruppe davon früher oder später entwickeln werden. Denn eines ist ja völlig klar: Ein elektronisches Schlagzeug kann grundsätzlich weit mehr sein, als eine beschränkte Nachbildung eines Naturschlagzeugs. Zum Beispiel ist der Aufbau des klassischen Edrums mit einer Anordnung von Toms, Snare, Bassdrum, Hihat etc. wie beim Naturset im Grunde ja völliger Unfug, wenn man bedenkt, dass man bei der Positionierung der Instrumente keineswegs von Baugrößen abhängig ist, wie es das Naturschlagzeug ist. Das Bassdrumpad muss ja im Gegensatz zum natürlichen Pendant nicht etwa größer sein als die Snare. Ganz im Gegenteil. Wenn man wollte, könnte man das Bassdrumpad bedeutend kleiner konstruieren und trotzdem käme derselbe „Wumms“ heraus. DAS sind unter anderem wahre Vorteile eines elektronischen Schlagzeugs, die noch nicht im Ansatz ausgespielt werden. Beim natürlichen Schlagzeug kann die Bassdrum beim besten Willen nicht zwischen Hihat und Snare positioniert werden. Dafür sind die erforderlichen baulichen Abmaße um den entsprechenden Bassdrumsound zu gewährleisten einfach viel zu groß. Bei einem Edrumpad sieht der Fall hingegen gänzlich anders aus. Hier kann man die Bassdrum positionieren, wo immer man will. Außerdem muss ein Schlag auf eine Trommel ja nicht zwangsläufig mit einem Stock erfolgen, um eine gewisse Lautstärke zu erreichen oder aber einen gewissen Klang zu erzeugen. Bei einem elektronischen Pad, kann ein noch wesentlich lauterer oder aber schönerer Klang erzeugt werden, wenn man das Pad nur mit der Fingerkuppe berührt.

Ein Zendrum stellt meines Erachtens nach eine konsequente Weiterentwicklung der Edrumtechnologie dar. Sicherlich ist hier noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, aber der Anfang scheint gemacht.


© Jan Häger (letztes Update: 2008-01-10 07:31:33)

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